Anfrage und Kontaktdaten Impressum / Disclaimer Web-Seiten-Übersicht (Sitemap)

Druckbare Version

beim Bauen

BAUNORMEN

Ständerbauweise

Bauen ist auch in Italien streng reglementiert und durch unzählige nationale, regionale und lokale Baugesetze genormt. Generell gelten die europäischen Dämmungs-Vorschriften zur Energie-Einsparung, bei denen die Dämmfaktoren für jede Region vorgeschrieben sind.
Es gelten ebenfalls strenge Erdbeben-Sicherheitsmassnahmen, und für jede Region ist eine Risikostufe ermittelt worden. Apulien hat dabei zwar eine sehr niedrige Risikostufe, aber alle Neubauten müssen trotzdem in ganz Italien erdbebensicher erstellt werden. Deshalb werden Neubauten meistens mit einem in sich geschlossenen Stahlbeton-Ständer-Skelett erstellt, und die traditionelle Maurerarbeit wird in den Zwischenräumen und als Verkleidung der Ständer verwendet, wobei durch Verwendung geeigneter Materialien unbedingt auf die Vermeidung von Kältebrücken geachtet werden sollte. Dies erlaubt dann trotz moderner Bauvorschriften auf Wunsch immer noch das traditionelle Fassadenbild.



Standard Bauweise

"tufo", typisches Baumaterial

FUNDAMENT
Monoblock-Fundament auf Fels mit Kiesschüttung und aufgesetzten eingezogenen Stahlbetontraversen und direkt verbundenen Stahlbetonständern, mit armiertem Betonabschluss und horizontaler Feuchtigkeitssperre, und mit "Igloo-Kuppeln" oder Hartschaum-Isoplatten zur Wärmedämmung.

MAUER
TRADITIONELLER WANDAUFBAU
- 20 cm breite Kalksandsteine (traditioneller Tufo)
- 6-8 cm dicke Hartschaum-Isoplatten
- 2-3 cm leerer Zwischenraum
- 10 cm breite Kalksandsteine (traditioneller Tufo)
- verputzt oder naturbelassen
Das Baumaterial "tufo" ist das typische und traditionelle apulische Baumaterial, aus dem bis vor kurzem und bereits seit Jahrhunderten alle Masserien, Palazzi und Häuser gebaut wurden. Der Stein wird hier abgebaut und existiert in verschiedenen Härtegraden, von "fast bröselig" bis hin zu "annähernd Marmorqualität". Der "tufo" ist das Baumaterial der Wahl für unverputzte Sichtfassaden ("faccia vista"-Technik), bei denen er lediglich mit einer wasserabweisenden Lösung behandelt wird, und auch für umweltbewusste Bauherren, da er wenig Energie für die Gewinnung und den Transport braucht.

MODERNER WANDAUFBAU
- 30 cm breite Gasbeton-Blöcke
- 6-8 cm dicke Hartschaum-Isoplatten
- Putz aussen und innen
Wenn die typische Tufo-Anmutung nicht gewünscht ist, ist diese Bauweise ideal. Die Gasbeton-Blöcke sind aus normiertem Material und haben sehr gute Dämmwerte.

DACH, von innen nach aussen
- Querträger aus Beton und dazwischen eingehängte Spezial-Mehrkammer-Dachziegel aus Ton
- 5-6 cm dicke Hartschaum-Isoplatten
- verschweisste Wassersperre
- 30 cm Zellbeton mit Gefälle
- eine Versiegelungs-Schicht aus Sand-Asphalt-Gemisch
- trittfest verlegte spezielle regionale Dach-Naturkalksteinplatten (z.B. "Pietra di Trani")


traditionelle Gewölbe-Decken

Tonnengewölbe

Viele Häuser sind mit traditionellen Gewölbe-Decken ausgestattet. Apulien hat schon vor langem die mittelalterlichen Eichenwälder verloren, so dass Holz seit Jahrhunderten nicht mehr als günstiges Baumaterial in Frage kommen konnte. Dafür ist diese Region im echten Sinne des Wortes "steinreich", und die Menschen haben die antike Dachbauweise bis zum Aufkommen des Stahlbeton-Trägers beibehalten und zur Vollendung entwickelt. Jedes Haus und jeder Abstellraum wurde bis Mitte des 20. Jahrhunderts mit antiker Gewölbe-Technik gebaut. Die weltberühmten um Alberobello herum entstandenen Trulli mit ihren Spitzdächern sind sicher das märchenhafteste Beispiel dafür.
Am weitesten verbreitet ist aber das Tonnengewölbe und das Sterngewölbe. Für letzteres gibt es unzählige Varianten, wobei wieder das Kreuzgewölbe und das Rippengewölbe, jeweils mit einfachen oder mehrfachen "Sternformen", die häufigsten sind. Im Salento findet man überall Beispiele für diese Beiden und viele weitere Varianten.

Die Gewölbedecken-Häuser, die heute gebaut werden, werden allerdings im Gegensatz zu früher mit einem vorschriftsgemäss erdbebensicher gebauten Stahlbeton-Skelett versehen. Erst dann werden die auch heute noch selbsttragenden Gewölbe und die Sicht-Tuf-Mauern in traditioneller Handarbeit aufgebaut, und das Gewölbe zur modernen Wärmedämmung mit einer Dämmschicht aus Hartschaumplatten zwischen den Steinen des Gewölbes und dem Zellbeton des Daches versehen.



Empfohlene Standard-Ausstattung

Fensterbeispiel

ARCHITEKT und BAUGEBÜHREN

Architekt und Baumeister

Der Architekt führt folgende Aufgaben aus:
Projektierung, Projekt-Einreichung, je nach Bauzone Einholen von zusätzlichen Vorgenehmigungen wie zB. des Landschaftsschutzes und/oder des Wasser- und Boden-Schutzes, Baustellen-Sicherheit, statische Berechnung und Abnahme, Bauleitung, Kataster- Eintragung, Bauabnahme und Bewohnbarkeitszertifizierung, Energie-Zertifizierung

Folgende öffentliche Gebühren sind vor Baubeginn zu entrichten:
Baugenehmigung und "Erschliessung" in je nach Gemeinde sehr unterschiedlicher Höhe (in jedem Fall aber MASSIV höher als in Nordeuropa!), zusätzlich müssen oft geologische Gutachten erstellt werden, Landschaftsschutz-Genehmigungen beantragt werden, oder sogar archäologische Gutachten eingeholt werden; Alles von speziell dafür zugelassenen Fachleuten (die dann natürlich auch ihre Preise haben). Weitere mögliche Kostenpunkte vor allem in der Landwirtschaftszone sind z.B. ein regionales Zertifikat zur Bestätigung der Abwesenheit von Rechten Dritter ("usi civici") und die Löschung von alteingetragenen Pachtrechten zu Gunsten von Gemeinden oder Ämtern ("livelli").

Die Architektenleistungen sind in der Regel günstiger als in Nordeuropa, dafür sind die öffentlichen Gebühren unendlich viel höher !!!

empfohlene Optionen für eine Dauerbewohnung

Reverse-Osmose Anlage

Erschliessung ...

Einfriedungsbeispiel